Allgemein | Ausgabe 35 | Hamburger Geschichte(n)

// Nachts auf dem echten Fischmarkt

Fischköppe im Neonlicht: Wer Fischmarkt sagt, denkt an Aale-Dieter und Kiezbummel, die erst Sonntagvormittag enden. Ehrlich, hart und rau geht es ein paar Hundert Meter 
hinter der Haifischbar zu. Jede Nacht. Das ist der echte Hamburger Fischmarkt

 

Alles ist erleuchtet, die kalt-nassen Hallen des Altonaer Fischmarktes brennen! Styroporkisten werden geschäftig im Gang aufgetürmt, Fisch aufbereitet und filetiert. Man könnte glauben, es sei neun Uhr morgens. Blick auf die Uhr: 23 Uhr nachts. Wir stehen mittendrin, in einer Parallelwelt aus Neonröhren, Fischgeruch und frieren. Zumindest dann, wenn wir rumstehen. Man ist kurz angebunden: Es ist Dienstag, Kampftag. Das Geschäft geht vor Gespräch! „Tut mir leid“, sagt Michael, während er vor den Bestellzetteln die nächsten Aufgaben durchgeht. „Mein Vorarbeiter ist heute nicht da, sonst hätte ich mehr Zeit für euch.“ Michael ist einer der Hauptverantwortlichen bei Heidi Fisk, managt Team und Bestellungen wie ein 
Dirigent: Kiste A an Platz B, Fisch C in Kiste A. Laien verlieren binnen Sekunden den Überblick.

 

Vor dem Markt wird ein großer Lieferwagen mit niederländischem Kennzeichen ausgeladen, während der nächste auf der Straße ungeduldig auf Einlass wartet. Ruckzuck muss das gehen, Kisten raus und erst mal an die Seite. Möwen kreisen, aber die Deckel sind gut verschlossen. Zwei Uhr ist es schon und nun im wahrsten Sinne Tempo angesagt: Wer nicht aufpasst, dem flitzt Michael mit dem Gabelstapler über die Füße. Die komplette Reportage lesen Sie in unserer Ausgabe Sommer 2017.

 

Fotos: Olaf Deharde

Text: Svenja Hirsch