Ausgabe 34 | Essen & Trinken | Persönlichkeiten & Portraits

// Cornelia Poletto über Sommelier Hendrik Thoma

Mit einer Nase, die sensorisch eine Weltsensation ist, bleibt der Hamburger Master Sommelier so unbestechlich, unkonventionell und lustig, dass Cornelia Poletto auch Anchovis aus der Dose nicht von einer Freundschaft abhalten konnten.

 

Hendrik liebt man. Oder eben nicht. Dazwischen ist kein Raum. Das erste Mal erlebte ich ihn bei einem privaten Picknick im Innocentiapark. Er kam, schmiss sich auf den Boden und hatte eine Dose Anchovis dabei. Anchovis. In der Dose. Abgefahren. Aber: Anchovis zu diesem Anlass deuteten auf Genuss hin. Da war mir klar, der ist besonders. Das ist bald 18 Jahre her. Wenig später sah ich ihn erneut.

Der Anlass war ein großer Abend im Hotel Louis C. Jacob an der Elbchaussee, Liebermannterrasse, Elbblick, hanseatische Tradition und internationaler Luxus. Hendrik war dort Sommelier, äußerlich angepasst, aber in der Art für den Ort revolutionär unkonventionell.

Um etwas Schwung in die Bude zu bringen, fing er nach einer Weile an, versaute Witze zu erzählen, seine Spezialität, die ich bis heute bei jeder nächstbesten Gelegenheit ertragen darf. Es war wie in der Schule, wenn man nicht lachen darf: Je doller wir das Lachen unterdrücken wollten, desto alberner wurden wir. Das komplette Porträt lesen Sie in unserer Ausgabe Frühjahr 2017.

Foto: Giovanni Mafrici

Text: Cornelia Poletto