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Wir sind Oper

HAFENCITY

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©Foto: BIG & Yanis Amasri Sierra, Madrid Spain

Ob Hamburg sich traut, den Hut in den Ring zu werfen für die Ausrichtung der Olympischen Spiele, zeigte sich Ende Mai 2026 im Referendum. Ob wir eine neue Oper brauchen, ist lieber nicht gefragt worden. Aber nun liegt der Entwurf des dänischen Architekturbüros Bjarke Ingels Group (BIG) vor und – fast – alles ist eitel Sonnenschein.

Die Bürgerschaft hat im November grünes Licht gegeben, und Staatsopernintendant Tobias Kratzer kommt aus dem Schwärmen nicht heraus: „Ein Gebäude, das sich in vollen 360 Grad zur Stadt hin öffnet; ein Park, der die Oper in buchstäblich jeder Windung seiner Wege mit der Welt und die Welt mit der Oper konfrontiert; und eine Silhouette, die in ihrer Leichtigkeit einfach gute Laune macht – der Entwurf verkörpert in seiner architektonischen Form all das, wofür wir an der Hamburgischen Staatsoper auch in unserer künstlerischen Programmatik stehen!“

So sei es. Der Hafencity-Standort Baakenhöft – vis-à-vis des Westfield Centers – ist spektakulär, und die Finanzierung ist dank der 340 Millionen Euro, die Hamburgs großzügiger Sohn Klaus-Michael Kühne uns vermacht, die Stadt stellt Grundstück und rund 250 Millionen Euro zur Verfügung, so gesichert, wie solche Großprojekte eben gesichert sind. Baubeginn wird für 2030 angepeilt, „La traviata“ und „Tannhäuser“ gibt’s dann ab 2034. So der Plan.

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