Ortsporträt –

Fleetinseln

 

 

AUTORIN: NORA LUTTMER   

FOTOS: RENÉ SUPPER

Diesen Artikel finden Sie in unserer Ausgabe 31

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„Senat fressen Straße auf“, stand vor 30 Jahren auf einem riesigen Transparent, das an der Fassade der Admiralitätstraße 74 hing. Als Bonmot des Protests ging es bald durch alle Medien. Denn 1986 wollte die Stadt Hamburg die historischen Kontor- und Speichergebäude auf der Fleetinsel an eine niederländische Versicherungsgesellschaft verkaufen. Die damaligen Mieter – ein loses, aber energisches Kollektiv aus Malern, Musikern, Fotografen und Filmemachern – wehrten sich. Zwei von ihnen reisten nach Rotterdam, präsentierten dem Investor Portfolios und Konzepte. Die Niederländer brachen ihre Verhandlungen mit der Stadt ab – aus Respekt vor einem Haus voller Künstler. Als Geschäftsführer der Fleetinsel GmbH & Co. KG kaufte der Rechtsanwalt und Mäzen Hans-Jochen Waitz 1989 die Häuser in der Admiralitätstraße 71 bis 76 mit dem Ansatz, „Wohn- und Arbeitsmöglichkeiten für kreative Menschen zu schaffen.“ Er verpflichtete sich, eine kulturelle Nutzung über zehn Jahre zu garantieren. Aus zehn Jahren sind heute 27 Jahre geworden. Das Künstlerhaus Westwerk, eine selbstverwaltete Hausnutzung für Kultur und künstlerische Produktion, ist einer seiner Mieter. In Hamburg ist es legendär – und definitiv Vorreiter in Sachen Anti-Gentrifizierung. Unter dem Motto „Solange wir hier sind“ feierte das Westwerk im Februar sein 30-jähriges Bestehen.

Die komplette Reportage lesen Sie in unserer Ausgabe Sommer 2016.

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