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Hello
SPOTLIGHT WEIDENSTIEG
Text: Marco A. Gomes | Fotos: Giovanni Mafrici
Diesen Artikel finden Sie in unserer Ausgabe 70
Die BOUTIQUE Hello hat auf Passantinnen eine geradezu magnetische Wirkung. Mag am einladenden Namen liegen. Und es wundert kaum: In den hellen, aufgeräumt wirkenden Räumen findet sich eine Mode-Kollektion, die sich durch lässige Eleganz, zeitloses Design und verspielte Details auszeichnet: Mäntel, Anzüge, Kleider, Shirts und Taschen in satten Farben oder in zurückhaltendem Schwarz und Weiß. Alles ist perfekt aufeinander abgestimmt, nichts dem Zufall überlassen. Dafür sorgen die beiden Inhaberinnen, Susanne Gröhnke und Telsche Braren.
Beide teilen die Leidenschaft für Mode. Braren studierte an der Akademie JAK und arbeitete mit der etablierten Hamburger Designerin Petra Teufel. Gröhnke machte eine Schneiderlehre im Atelier Dagmar Engelbrecht und studierte Modedesign an der HAW. Über Freundinnen lernten sie sich kennen und gründeten 1996 das Atelier im Weidenstieg. Inspiriert durch den Designer Ernst Dryden, der kleidete Marlene Dietrich ein, kamen sie auf den Namen Hello. „Das klang fröhlich und offen“, findet Telsche.
Unter diesem Label entwerfen die beiden seither jährlich zwei Kollektionen. Die Zusammenarbeit sei von Beginn an ein „kreatives Pingpong“ – von der Stoffwahl über den Entwurf bis zum finalen Produkt. Die Vorproduktion (Design, Schnitt etc.) erfolgt im Atelier. Genäht werden die Modelle in kleiner Auflage in Polen. Zudem arbeiten sie seit 20 Jahren mit einem Weber in Deutschland zusammen.
Ihre Mode richtet sich an alle, „die sich Qualität gönnen möchten und können“, sagen sie. Mode für Frauen, die beruflich und privat gut aussehen wollen und Qualität schätzen. Sie bieten moderne, farbenfrohe, zeitlose Klassiker und Begleiter, nutzen Stoffe (Schurwolle, Seide, Kaschmir, Baumwolle, Viskose), Materialien und Schnitte, die man gern trägt. Ein T-Shirt kann da schon mal 100 bis 130 Euro kosten. Die Kundschaft schätzt das. Viele kommen aus der Umgebung, andere von weiter weg, darunter Prominente wie Britta Ernst (Ehefrau von Olaf Scholz) und Julia-Niharika Sen (NDR-Moderatorin). Der direkte Kontakt ist den Inhaberinnen wichtig. Nur so ergeben sich Gespräche, entstehen Vertrauen und Treue. „Keiner kommt hier raus, wenn etwas nicht gut aussieht, schließlich sollen die Kundinnen wiederkommen.“




