Designxport

SPOTLIGHT ELBTORQUARTIER

Text: Simone Rickert | Fotos: Tommy Hetzel

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Diesen Artikel finden Sie in unserer Ausgabe 50

Drei Milliarden Euro Umsatz werden von rund 12.000 Designern in Hamburg pro Jahr erwirtschaftet, in Agenturen, Designbüros, von Solo-Selbstständigen und in Unternehmen. Vor zehn Jahren gründete die Stadt so etwas wie eine eigene Handelskammer für die Kreativwirtschaft: die Hamburg Kreativ Gesellschaft. Cross Innovation Hub, Music WorX, nextMedia, Gamecity und Designxport – klingt futuristisch? Ist State of the Art an einem Medien­standort, der so global vernetzt ist wie Hamburg und dieses Asset weiter ausbauen will. Mit Designxport hat sie am Magdeburger Hafen einen extra Anleger für alle, die Design erschaffen.

Die Location auf 700 Quadratmetern, drei Etagen plus Dachterrasse, ist ein „Ideenraum“: Kontaktbörse, Symposium, Ausstellungsort, interdisziplinärer Treffpunkt für Kollaborationen mit Wissenschaft, Wirtschaft und Politik. „Einfacher ist es leider nicht zu erklären“, sagt Frances Uckermann. Sie hat als mehrfach ausgezeichnete Creative Directorin den Stil diverser Magazine geprägt, zuletzt für die Marke „Stern“. Annika Fitz hat Industriedesign an der HFBK studiert und in der Möbelmanufaktur „Pension für Produkte“ und beim „Fab Lab“, einer öffentlichen Werkstatt mit computergesteuerten Maschinen, ihr Allround-Talent trainiert. Die beiden leiten seit dem Sommer gemeinsam alles, von der Programmentwicklung bis zur Vermietung der Fläche als Workspace für Firmen und Veranstalter.
„Krakenspagat“ nennen sie das gut gelaunt. Auf diesem Anleger werden keine Aufträge direkt vermittelt, hier geht es um das Aufzeigen neuer Problemlösungsmöglichkeiten, das Vernetzen und auch die Dokumentation und Veröffentlichung von Best Practices. Sie vermitteln Design als Schlüsseldisziplin mit viel Lösungskompetenz. Designer sind es gewohnt, in viele Richtungen gleichzeitig zu denken und kommen mit überraschenden, innovativen Ideen um die Ecke. „Design Thinking“ in andere Bereiche als die Produktentwicklung zu übertragen, das interessiert immer mehr große Wirtschaftsunternehmen. Manchmal kommt dabei ein neues Geschäftsmodell für einen Touristik-Riesen oder ein optimierter Prozess für einen Maschinenbauer heraus. Transformationsarbeit, für die man früher einen Unternehmensberater gerufen hätte.

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