Ansichtssache –

Jenischpark

 

 

AUTOR: DAVID POHLE   

FOTOS: AXEL ZAJACZEK

Das grüne Vermächtnis der Herren Voght und Jenisch

Der Park erster Küsse, erster Zigaretten, manchmal von Sonnenbränden, von Dauerläufen, von Spaziergängen, von jugendlichen Gelagen, erwachsenen Picknicks und morastverdreckten Hunden, von wissenden Alten, vom
Drachensteigenlassen, Seifenkistenrennen, Schlittenstür­zen und Entenfüttern. Hamburgs schönster englischer Landschaftsgarten liegt in Klein Flottbek, umrahmt von Hochrad, Holztwiete, Elbchaussee und der Baron-Voght-Straße, benannt nach Baron Caspar Voght, der 1785 angefangen hatte, Land vor den Toren Altonas (wiederum vor den Toren Hamburgs) zu erwerben und als „ornamented farm“ anzulegen. Später kaufte Baron Jenisch das landwirtschaftliche Mustergut und wandelte es in einen herrschaftlichen Landschaftsgarten um. Der heutige, rund 42 Hektar große Park, damals der Mittelteil immenser Ländereien, gehört der Stadt. Das Jenisch-Haus – von Gustav Forsmann 1834 unter Berücksichtigung von Entwürfen Schinkels als klassizistischer Kubus gebaut – wurde als Herrenhaus und Sommersitz von der Familie Jenisch bewohnt. Später Gästehaus des Hamburger Senats mit freiem Blick auf die Elbe, heute gar auf Containerriesen und Airbusse. Thront als Museum an exponierter Stelle als schönstes Tüpfelchen auf dem i. Seeing is believing, hin da zu jeder Tages-, Jahres- und Lebenszeit sowieso.  

Diesen Artikel finden Sie in unserer Ausgabe 32

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