Ein Hamburger – eine Geschichte. Unsere Porträtsreihe setzt einige davon ins Rampenlicht. Sie machen Hamburg aus, und es lohnt sich, genauer hinzuschauen
Hubert Haciski hat viel von der Welt gesehen, von einem Aborigine Speerfischen, von Karlheinz Hauser Kochen gelernt. Offenbar beides gut, Upstairs gibt’s zehn Plätze, zwölf Gänge für 149 Euro an puristisch-coolem Tresen.
Jule-Fee Poll und Kevin Bürmann, einst Dreamteam in Fabio Haebels besterntem „Haebel“, hatten Bock auf ihr eigenes Ding, sagen zitierfähig „F@#k off, Fine Dining“ und haben Asyl in der „Bullerei“ bekommen.
Vor über zehn Jahren waren Francesco Delvecchio als Patron und Jochen Kempf als Küchenbulle hier schon Kult, dann wurde Osterias Nummer vier abgerissen, Lars Hinrichs baute neu. Jetzt sind sie wieder da, …
Die alte Maschinenzentralstation versorgte einst die Speicherstadt mit Energie, jetzt ist in diesem coolen Industriedenkmal das aus Kapstadt kommende Warehouse-Konzept mit maximaler Power gestartet.
Fast 50 Jahre ist es her, dass Suman Kumar aus dem Punjab von Indien nach Hamburg kam, sich von ganz unten zum eigenen Restaurant hocharbeitete. Inzwischen ist sein „Casa“ im Szeneviertel St. Georg seit gut drei Jahrzehnten eine feste Größe.
Wie in einer stilvollen Strandbar: Die Seafood-Etagere St. Tropez passt perfekt zur Atmosphäre, dazu eine beeindruckende Auswahl an Champagner. Mittelmeerfeeling mitten in Hamburg.
Nina Falco, „Gallo Nero“ e „Spaccaforno“, hat am Mahnmal St. Nikolai einen dollen Laden aufgemacht, der beweist, dass gute Läden laufen, Frühstück, Lunch, Dinner, tolle Drinks zu jeder Tageszeit.
Wo die Lotsen vom Anleger Teufelsbrück an Bord ihrer Zubringerboote springen und die Hadaglinie 64 anlegt, hat Tarik Rose seit über 20 Jahren das Kommando, seine Leica um den Hals …
Den großen Frank Brüdigam erinnert man in Eimsbüttel, länger schon heißt das etablierte „Brüdigams“ nach Mitinhaberin Laura. Es geht familiär, unkompliziert und bodenständig zu, Schnitzel und Backhendl mit Wiener davor, provenzalische Fischsuppe …
Über 20 Jahre ist das urgemütliche „Filón“ vis-à-vis des Blankeneser Kinos unter dicken Linden das Leben von Wirt Fabio, eigentlich gesungen Fabiano Da Cunha Miguel, der neben vielen Sprachen auch jeden im Dorf kennt.
Neben dem Friedhof Stellingen im gastronomischen Niemandsland würde Marc Müller, Sternekoch und verhinderter Tennistrainer, Tote zum Leben erwecken mit vegetarischer Köstlichküche.
Junger Laden, der den Mainstream nicht bedienen kann/will. Nettes Team um Enes und Clement, Schallplatten, Kunst und Wein an den Wänden, warm die Atmosphäre. Auf die hübschen Teller kommt, was lokale Produzenten liefern.