Partnerstadt Osaka –

Manchester des Orients

 

 

 

AUTOR: OLIVER SCHIRG

FOTOS: ©OSAKA CONVENTION & TOURISM BUREAU

Diesen Artikel finden Sie in unserer Ausgabe 32

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Es ist jedoch nicht nur die Kultur, die Osaka zum Anziehungspunkt für Menschen aus aller Herren Länder macht. Mit rund 2,6 Millionen Einwohnern ist das im Südwesten der Insel Honshu gelegene Osaka nach Tokio und Yokohama die drittgrößte Stadt der fernöstlichen Industrienation. Mit Kyoto und Kobe gehört Osaka zum Ballungsgebiet Keihanshin, in dem rund 17,5 Millionen Menschen leben.
Die Grenzen zwischen den einzelnen Städten sind jedoch fließend. So ist Osaka, was so viel wie „große Steigung“ bedeutet, eine der größten Metropolregionen der Welt und gilt innerhalb Japans als Gegengewicht zu dem Kant-Gebiet rund um Tokio. Laut der Forbes-
Liste der Städte mit den höchsten Lebenshaltungskosten gilt das Leben in Osaka als das zweitteuerste der Welt – nach Tokio. 

 

Es gibt eine Vielzahl von Gemeinsamkeiten, die Osaka und Hamburg verbinden. Beide Metropolen gelten seit vielen Jahrhunderten als „Tor zur Welt“ und wur-
den vom Handel über die Weltmeere geprägt. Beide Städte sind bedeutende Hafenstandorte und unbe-
streitbar das Zentrum ihrer jeweiligen Metropolregion.
Seit Jahrzehnten ist Hamburg einer der wichtigsten deutschen Standorte japanischer Unternehmen. Neben wirtschaftlichen Kontakten bestehen zwischen
Ham­burg und Osaka enge kulturelle und wissenschaftliche Kontakte. So herrscht beispielsweise ein regelmäßiger Austausch zwischen verschiedenen Künstlern beider Städte, gefördert von der Hamburger Kulturbehörde und dem Goethe-Institut Osaka. Enge Verbin­dungen gibt es auch zwischen der Universität Hamburg und der Osaka City University. Allerdings wurden auch auf sublokaler Ebene freundschaftliche Bande geknüpft. Seit 1999 gibt es zwischen dem Stadtteil Ottensen in Hamburg-Altona und Osakas Stadtteil Hirano eine ganz besondere Partnerschaft – die sogenannte Stadtteilinitiative.


Wie eng die Freundschaft zwischen Hamburg und Osaka
ist, beweist auch die Tatsache, dass die Senatskanzlei
im September 2014 am Rathaus eine japanische „Koino­-
bori“ hissen ließ. Die Fahne, die aus drei Windsäcken in Form von Koikarpfen besteht, war ein Geschenk der
Bürger von Osaka zum 25. Jubiläum der Städtepartnerschaft. Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit bezeich­ne­te in einer Rede diese „Koikarpfen-Fahnen“ als ein charmantes Symbol, das für eine langjährige Freundschaft stehe. Veit verwies außerdem darauf, dass die Freundschaft zwischen beiden Metropolen wohl des­halb so gut funktioniere, weil die Menschen kein gro­ßes Aufheben um ihre Freundschaft machten. Und dann zitierte sie den Hamburger Schriftsteller Matthias Politycki, der als „Writer in Residence“ vier Wochen in Osaka gelebt und geschrieben hatte: „Es ist ein Vergnügen, sich der japanischen Etikette anzupassen und von einer Woge an Höflichkeiten durch den Alltag getragen zu werden.“

Die komplette Reportage lesen Sie in unserer Ausgabe Herbst 2016.

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